...und auf einmal erahne ich die Illusion.

Ich lüfte die süße Maske ein wenig,

doch die Fratze dahinter gefällt mir nicht.

Oh Gott, es ist alles so anders.

 

 

 

2021

 

Prolog

 

 

Der dunkelrote Audi 80 näherte sich dem Ortsschild und der Mann nahm den Fuß vom Gaspedal. Vor einer Stunde war er losgefahren, da hatte es angefangen zu nieseln. Seitdem verteilten die Scheibenwischer des dreißig Jahre alten Fahrzeuges das Wasser auf der Frontscheibe mehr, als dass sie es entfernten. Schlirr – klack – schlirr – klack, ein monotones Geräusch, das dumpf in den Innenraum drang und sich unter das Pfeifen des Fahrtwindes mischte. Er hatte die mit Linden gesäumte Allee, die ihn Richtung Norden aus Berlin herausgeführt hatte, vierzig Kilometer hinter der Stadt wieder verlassen und war auf eine geflickte Landstraße abgebogen. Stoppelige Flächen abgeernteter Felder weiteten sich zu beiden Seiten aus und dahinter, durch den Schleier des Regens nur als graue Masse wahrnehmbar, ragten die triefenden Wälder der Schorfheide empor.

Vor  dem  Ortsschild  steuerte der Mann den Audi in

eine Ausbuchtung am Straßenrand. Er beugte sich über das Lenkrad und versuchte, die durch die nasse Scheibe verzerrt wirkende Schrift zu erkennen. Nachdem er sich vergewissert hatte, zog er den Reißverschluss seiner Jacke bis zum Hals und griff nach dem Zettel mit der handgemalten Skizze auf dem Beifahrersitz. Er stieg aus dem Fahrzeug und sofort sprühte ihm der Novemberwind den feinen Regen ins Gesicht. Der Mann verstaute das Papier in der Ja-ckentasche und zog sich die Kapuze über den Kopf.

Es  war  erst  fünfzehn  Uhr,  doch  die   Dämmerung

senkte sich bereits wie eine Kuppel aus feuchtem Dunst auf den kleinen Ort. Der Mann entdeckte den Kirchturm, deutlich ragte er über die anderen Häuser hinaus. Er schloss das Auto ab und machte sich auf den Weg. Niemand begegnete ihm, nur manchmal von irgendwoher das Kläffen eines Hundes, dessen Hall der Wind verwehte, kaum dass er seine Ohren erreicht hatte.

In    ehrfürchtigem    Abstand    blieb    er    vor   dem

Gotteshaus stehen, einem neugotischen Bau mit schlankem Turm und breitem Schiff dahinter. Er zog den Zettel aus seiner Jacke und verglich die Skizze mit der Realität. Die Anhöhe, auf der die Kirche stand, war darauf vermerkt und auch die konisch verlaufende Steintreppe, die ein paar Meter vor dem Eingang des Turmes endete, war mit krummen Strichen eingezeichnet. Der Mann sah sich um. Gräber waren in loser Anordnung verteilt, viele davon alt mit schiefen, verwitterten Kreuzen. Das Schild, das er suchte, musste sich neben dem Kirchturm befinden. So stand es auf dem Zettel.

Er  stieg  die  mit   einer   Moosschicht   überzogenen

Stufen hinauf. Der Regen machte den Untergrund glitschig und seine Hand suchte an dem kalten Eisengeländer Halt. Tauben flatterten in den Schutz einer Fensternische, der Hund bellte in der Ferne. Der Mann entdeckte das Schild an  einem  gusseisernen  Laternenmast.  Es war vom Wetter

gezeichnet, Anonymes Gräberfeld, entzifferte er dennoch. Und darunter: Waldfriedhof. Ein Pfeil zeigte nach hinten, wo die Anhöhe wieder seicht auf das normale Geländeniveau auslief und ein Pfad, kaum breiter als zwei Reifenspuren, in feuchten Laubwald hineinführte.

Bisher   hatte  der  Mann  seine  Aufregung  ignoriert,

doch jetzt schob sie sich in den Vordergrund. So lange hatte er die beiden letzten Nachweise der Ereignisse gesucht, die vor fast fünfzehn Jahren sein Leben veränderten. Sollte er einen davon endlich gefunden haben? Er folgte dem Pfad in den Wald hinein und erreichte nach hundert Metern eine Lichtung. Diese war mit einer Vielzahl von Urnengräbern bedeckt, doch etwas war anders als auf einem normalen Friedhof. Es dauerte nur ein paar Sekunden, dann wusste er es. Es waren die Grabsteine. Sie fehlten.

Anonymes  Gräberfeld.   Hier  liegen  auch  Menschen,  die

keine Angehörigen mehr hatten, als sie starben.

Wieder schaute er auf den Zettel,  den  er  zum Schutz

vor dem Regen in seiner Hand vergraben hatte. Der Friedhof war darauf skizziert und ein Fragezeichen in dessen Mitte. Musste er jetzt suchen? Es konnte jedes dieser Gräber sein. Der Mann massierte mit den Fingern seine Stirn. Bedeutete das Fragezeichen womöglich, dass er nur in der Nähe seines Zieles war? Das Hinweisschild bei der Kirche kam ihm in den Sinn. Die anonymen Gräber hatte er gefunden, aber es stand noch etwas darauf. Waldfriedhof, erinnerte er sich. Der Mann hob den Kopf und sein Blick schrammte an den Grenzen des Gräberfeldes entlang. Am knorrigen Stamm einer Kiefer entdeckte er ein weiteres Schild. Er schlängelte sich durch die stummen Reihen der Toten, bis er davor stand. Waldfriedhof. Das spitze Ende zeigte tiefer in den Wald hinein und tatsächlich war dort ein Weg. Er hatte ihn bisher nicht bemerkt, weil ein gebrochener Ast den Zugang verdeckte. Der Mann drückte das Laub beiseite und lief los. Er ignorierte die nassen Zweige,  die  ihm  ins  Gesicht  griffen  und  die Dornen der

Sträucher, die nach dem Stoff seiner Jacke trachteten. Allmählich wurde der Weg breiter und er entdeckte vereinzelte Schilder, die an Baumstämmen befestigt waren. Ein Name stand jedes Mal darauf und der Lebenszeitraum des Menschen, der im Wurzelwerk seine letzte Ruhe gefunden hatte. Waldfriedhof.

Auf einmal hatte der Mann das Gefühl,  dass es heller

wurde und was da vor ihm durch die spärlicher werdende Wildnis schimmerte, sah aus wie das Dach eines Hauses. Die Waldhütte, schoss es ihm durch den Kopf. Seine Aufregung steigerte sich und er stolperte durch das Gehölz, bis er vor einer weiteren Lichtung stand. Deutlich kleiner als die des Gräberfeldes, aber in deren Mitte die Antwort auf eine seiner letzten Fragen. Es musste so sein.

Die  aus  Holz  gezimmerte  Hütte war  baufällig  und

verwahrlost. Moos bedeckte das komplette Dach, der Schornsteinkopf war in sich zusammengebrochen. Die Fensterläden hingen schief in den Angeln und die Scheiben der Fenster waren zersplittert. Im Innern würde er wahrscheinlich Einschussspuren von Pistolen-projektilen finden. Doch zunächst glitt sein Blick zu den beiden Bäumen ein Stück abseits der Hütte. Einer war umgebrochen, und seine aus dem Boden gerissenen Wurzeln hingen wie Fangarme wirr in der Luft. Der andere, eine kerzengerade Eiche mit mächtigem Stamm, ragte unweit daneben empor. Tropfen lösten sich unablässig aus ihrer durchnässten Krone und zerschellten auf der Marmorplatte, mit der das Grab darunter abgedeckt war. Ein Kreuz stand an dessen Kopfende und ein unruhiges Windlicht trotzte mutig dem düsteren Grau der Umgebung.

Irgendjemand pflegt das Grab.

Der  Mann  wischte  sich  den  Regen aus dem Gesicht

und ging näher. Nachdem er gelesen hatte, wer hier begraben  war,  öffnete  er  den  Reißverschluss seiner Jacke ein  Stück  und  zog  eine  der beiden ledernen Schlaufen an

seinem Hals über den Kopf. Ein letztes Mal betrachtete er den dunklen Stein mit dem Loch, durch welches das Band gefädelt war und der fast so aussah wie der andere, der noch vor seiner Brust hing. »Hier gehörst du hin«, sagte er und hängte den Hühnergott vorsichtig an das Kreuz. Dann schloss er die Augen. Reglos stand er so, Zeit hatte für ihn in diesem Moment keine Bedeutung. Irgendwann öffnete er die Lider wieder und konzentrierte sich auf die Inschrift, welche mit silbernen Buchstaben in die Platte eingraviert war.

 

Deine Lippen auf den meinen,

zeigen mir Deine Liebe.

Deine Augen in den meinen,

zeigen mir Deine Sehnsucht.

Deine Hände auf meinem Körper,

zeigen mir Dein Begehren.

Es tut so weh, Dich zu verlier'n.

 

Die Stirn des Mannes legte sich in Falten. Vor langer Zeit hatte er die Zeilen schon einmal gelesen, aber dass sie auf diesem Grabstein standen, war eigentlich nicht möglich. Insbesondere ein Wort fiel ihm auf, tatsächlich war es nur ein Buchstabe, der gegenüber seiner Erinnerung verändert war.

In  der  Ferne  schlug  die  Glocke  der Kirche. Ihr Hall

bahnte sich den Pfad entlang durch den Wald, zur Fläche der vergessenen Seelen bis hin zu dem Grab mit der Inschrift. Der Mann bückte sich und strich mit der Hand über den kalten, nassen Stein. Er las die Zeilen noch einmal und Erinnerungen schälten sich aus den entlegensten Ecken  seines  Hirns.  Auf  einmal  ließ der Regen nach,  der

Himmel riss auf und unter dem zarten Blau, das nun auf ihn hinab schimmerte, fing die Zeit an zu wandern. Zu seiner Jugend, seiner Kindheit, bis hin zu dem ersten Moment, den sein Geist gespeichert hatte.

Doch   begonnen   hatte  alles  zehn  Jahre  vor   seiner

Geburt, an einem Septembertag in Ost-Berlin, als zwei junge Journalisten den Auftrag bekamen, einen Artikel über den berüchtigtsten Knast der DDR zu schreiben.

Leseprobe
Flucht

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1979

 

 

Das Versprechen

 

1

 

 

Es war mal wieder ein Jahr großer weltpolitischer Ereignisse. Das Jahr, in dem Queen Elisabeth II. Margaret Thatcher zur Premierministerin ernannte, in dem Franz Josef Strauß Kanzlerkandidat wurde, es war das Jahr der ersten Welt-Klima-Konferenz, des SALT-II-Vertrages, des Einmarsches sowjetischer Truppen in Afghanistan. Und es war das Jahr, in dem zwei Familien mithilfe eines selbst gebauten Heißluftballons die Flucht aus der DDR in die Bundesrepublik gelang.

Am  Morgen   des  17.  September 1979 hastete Martin

Wolf in das Verlagsgebäude der Tageszeitung Neues Deutschland in Berlin-Friedrichshain.

»Die  Redaktionskonferenz  hast   du   verpasst«,   em-

pfing ihn sein Kollege und Freund Thomas Kolbe im Flur mit einer Tasse Kaffee in der Hand.

»Sorry, mein Wecker hat mich verlassen.«

Thomas   grinste.   »So   wie  Tara?«   Er   spürte,  dass

Martin das nicht witzig fand und räusperte sich. »Mal im Ernst, Kumpel, das kannst du als Entschuldigung vorbringen, wenn du in der Schule zu spät zum Mathetest kommst.«

Martin   zuckte   nur  mit  den  Schultern.   Sein   Kopf

brummte und er hatte wenig Lust, sich zu rechtfertigen. Zumal das mit dem Wecker stimmte. »Scheiße, das letzte Bier  gestern  Abend war wohl zu viel.  Ist noch Kaffee da?«

Thomas  deutete  mit  einem  Nicken auf  die  Tasse in

seiner Hand. »Jetzt nicht mehr.«

»Mist.«

»Hier,   nimm  meinen.  Ich  habe  schon  drei   Tassen

weg.« Thomas strich sich mit der Hand den Bauch entlang, über dem sein weißes Hemd sichtbar spannte. »Katrin meckert jeden Tag, dass ich zu dick werde. Außerdem ist sie der Überzeugung, dass ich zu viel von diesem edlen Gebräu trinke und das Zeug sie früher oder später zur Witwe machen wird.«

»Womit  sie  nicht  ganz  unrecht  hat«,  sagte   Martin

und nahm seinem Freund die Tasse aus der Hand. »Gab es was Besonderes bei der Konferenz?«

»Na klar,  heute mal was völlig anderes.   Sozialismus

vorne und hinten, Kommunismus links und rechts, und du wirst  es  nicht  für  möglich  halten, auch oben und unten.«

Martin  sah  sich  verstohlen  um.  »Du   weißt   schon,

dass man munkelt, die Wände hätten hier Ohren.«

»Der  ganze  Mist kotzt mich an«, fluchte Thomas nur

unwesentlich leiser. »Das hat doch hier nichts mit Journalismus zu tun.«

Im   Stillen   gab  ihm  Martin  recht.  Sie  waren  beide

einunddreißig, hatten zusammen studiert und später hier angefangen. Sie waren die nächsten Jahrzehnte dazu verdammt, Journalismus nur unter engsten Vorgaben zu betreiben. Was frustrierend war, wenn man doch vorgehabt hatte, die Welt in Zeiten des Kalten Krieges wenigstens  ein  bisschen  zu  verbessern.  Es  lag  gar nicht so lange zurück,

da sprühte aus ihnen noch der elanvolle Idealismus junger Menschen. Aber der wich schnell den eisernen Regeln, die in der Deutschen Demokratischen Republik galten.

Dann  dämpfte  Thomas seine Stimme doch. »Gestern

sollen es welche mit einem Ballon geschafft haben. Einfach rübergeflogen. Genial, oder?«

Martin  zog  fragend die Augenbrauen nach oben und

schlürfte an der hellbraunen Plürre, die ihn eher an Waschlauge  erinnerte  und auch ein bisschen so schmeckte.

»Ein     Heißluftballon«,     flüsterte   Thomas.   »Selbst

gebaut.«

Sie  schlenderten  den  Flur  entlang,  vorbei  an  einer

Gruppe diskutierender Journalisten, bis hin zu dem schmalen Seitengang, der zu ihrem gemeinsamen Büro führte. Martin nahm einen weiteren Schluck, während er sich vergewisserte, dass sie niemand hörte. »Woher weißt du das?«

»Ich  habe  meine  Quellen. Wäre doch cool, mal einen

Artikel  über so etwas zu schreiben.«

Martin  schniefte.  »Wenn du unbedingt nach Bautzen

willst.«

Thomas  grinste  und kratzte sich am Kinn.  »Apropos

Bautzen, wir beide fahren morgen dahin.«

Martin  legte  die  Stirn  in  Falten. Dann  lachte  er auf

und schlug seinem Freund kräftig auf die Schulter. »Stell dir vor, ich habe tatsächlich verstanden, dass wir nach Bautzen fahren.«

»Meyer   braucht  unbedingt  einen  Artikel  über  den

Knast dort«, knurrte Thomas abfällig.

»Hat  der  Herr  Chefredakteur nichts Besseres zu tun,

als uns in die Provinz zu schicken?«, stöhnte Martin. »Was soll'n dabei rauskommen?«

»Im  Westen  haben  die  gestern  eine  Sendung   über

das Gefängnis gebracht. Politische Häftlinge, Unrechtsstaat, Folter, Vertuschung, das volle Programm. Meyer hat Druck von oben bekommen und braucht eine glaubhafte Gegendarstellung.«

»Hast du schon ein Konzept?«

»Wie  denn,  habe es doch auch erst vorhin erfahren.«

Thomas nahm Martin die Tasse aus der Hand und trank einen so großen Schluck, dass sie leer war. »Wir fahren einfach hin, uns werden schon ein paar dumme Fragen einfallen.«

Sie  hatten  ihr Büro erreicht. Thomas  öffnete die  Tür

einen Spalt und hangelte seine Jacke von der Garderobe, die direkt um die Ecke stand. »Ich muss los«, sagte er und rollte mit den Augen. »Termin mit den Pionieren der Thälmannschule für meinen grandiosen Artikel über die Vorteile des sozialistischen Bildungssystems im Gegensatz zu dem des faulenden und parasitären Imperialismus.«

Martin  wünschte  ihm noch viel Spaß,  ging  dann  in

den Raum, schloss die Tür und ließ sich auf den Drehstuhl vor seinem Schreibtisch fallen. Das eingerahmte Foto darauf zeigte zwei lachende Gesichter im Vordergrund und weiße Berge dahinter. Er erinnerte sich lebhaft an diesen Winterurlaub mit Tara vor ein paar Jahren in der Hohen Tatra. Aber das war Vergangenheit, wie auch Tara seit drei Wochen Geschichte war. Martin legte den Kopf in den Nacken, atmete tief ein und ließ die Luft aus den aufgeblähten Wangen langsam wieder entweichen. Seine Augen bekamen einen glasigen Schimmer und er versuchte mit mäßigem Erfolg, die Tränen wegzublinzeln. Tara war schuld, dass er momentan zu viel trank und regelmäßig Gefahr lief, zu verschlafen. Er verstand nicht, weshalb sie gegangen war. Klar, er hatte in der letzten Zeit oft mit 

seinem Cousin Claus zusammengehangen. Doch das hatte seine Gründe. Trotzdem hatte sie ihn verlassen, nach zehn gemeinsamen Jahren. Sie war seine große Liebe. Und er die ihre. Das hatten sie sich so oft gesagt, und es war eine wundervolle Zeit gewesen. Auch optisch hatten sie ein tolles Paar abgegeben, sie einssiebzig, er fünfzehn Zentimeter größer, beide brünett, schlank und sportlich. Aber  Tara  hatte sich  eine  Beziehung vorgestellt,  die überdas hinausging, was Martin darunter verstand. Mindestens drei Kinder, Familienabende, möglichst sieben in der Woche, dazu einmal im Jahr Urlaub an der Ostsee und regelmäßig einen Blumenstrauß als Zeichen seiner Liebe. Sie hatten sich gestritten, zuerst nur gelegentlich, dann immer öfter. Und je häufiger es wurde, desto heftiger wurde es und manchmal hatte Martin sogar das Bedürfnis verspürt, sie zu schlagen. Natürlich hatte er es nie getan, aber allein, dass er diese Gedanken hatte, erschreckte ihn. Er begann zu zweifeln, an seinen Wertevorstellungen und an dem, was er in der Lage war, zu geben. Zum Schluss fehlte ihm die Kraft, Tara am Auszug aus ihrer gemeinsamen Altbauwohnung im Prenzlauer Berg zu hindern.

Martin  seufzte,  beugte sich  vor und legte den Zeige-

finger auf den oberen Rand des Bilderrahmens. Ein letztes Mal sah er seiner Liebe in die Augen. Dann gab er dem Rahmen einen Impuls in seine Richtung und Tara war verschwunden.